Grüne Kreistagsfraktion ruft zum Plastikfasten auf / Eigenes Konsumverhalten überdenken

Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten: Zu Beginn der Fastenzeit nehmen sich die Menschen immer die „üblichen Verdächtigen“ vor, auf die sie 40 Tage lang verzichten wollen. Zusätzlich zu diesen gesundheitlich sicherlich guten Entscheidungen gibt es aber auch eine ungewöhnlichere Alternative, mit der man nicht nur etwas für sich selbst, sondern auch für andere tut: Plastikfasten. Zu diesem ruft jetzt die Kreistagsfraktion der Grünen Main-Kinzig auf.

„Der Main-Kinzig-Kreis verzichtet auf vermeidbare Einwegkunststoffprodukte“, so hieß es ein Antragsentwurf der Grünen Kreistagsfraktion, den der Kreistag einstimmig beschloss. Die Kreisverwaltung reagierte schnell und vorbildlich, Plastik wurde aus den Gebäuden des Kreises verbannt, seit dem 1. Februar wurde nun auch das Schulessen umgestellt und es wird auf Plastikverpackungen verzichtet. Und dies aus gutem Grund: „Plastik ist hoch toxisch, besteht aus zahlreichen Giftstoffen, die beim Zerfall zu Mikroplastik auch in unserem Essen und damit in unseren Körpern landen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Reiner Bousonville.

Seine Fraktion fordert die Menschen des Kreises nun auf, sich Gedanken über ihren Plastikkonsum zu machen: „Wir würden uns freuen, wenn sich zahlreiche Menschen an der Idee des ‚Plastikfasten‘ beteiligen und 40 Tage lang auf den für Mensch und Natur schädlichen Stoff zu verzichten.“ Dass dies nicht so einfach sei, ist sich Bousonville bewusst: „Der Kunststoff ist fast überall enthalten, sogar in Shampoo. Aber: Alles beginnt mit dem Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens.“ Ein erster Schritt könne beispielsweise das Mitbringen eines Stoffbeutels zum Einkaufen sein: „Die Supermärkte sind hier kein gutes Vorbild. Bio-Gemüse wird dort einzeln in Plastik abgepackt. Deswegen sollten die plastikfreien Alternativen gekauft werden, auch wenn es uns die Supermärkte hier nicht immer einfach machen.“

Es gehe immer um die Findung von Alternativen: „Dies gilt schon für banale Dinge wie die Brotdose, die statt aus Plastik auch aus Metall sein könnte“, so Bousonville. Schrittweise könne so jeder seinen Plastikverbrauch reduzieren. Und dies sei auch nötig: „Wir Deutschen sind mit Blick auf Europa Spitzenreiter im Plastikverbrauch. 11,7 Millionen Tonnen brauchen wir pro Jahr, ein unvorstellbar großer Müllberg. Nur durch aktives Handeln können wir diesen verkleinern. Ein Verzicht auf Plastik in der Fastenzeit ist hier ein erster Schritt“, so der Fraktionsvorsitzende abschließend.

 

Mit freundlichem Gruß

Jakob Mähler
Geschäftsführer
Kreistagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Main-Kinzig
Calvinstraße 10, 63450 Hanau, Telefon: 06181/61596
E-Mail: fraktion@gruene-mkk.de, Website: www.gruene-mkk.de

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