23.01.2018

Fraktion fordert Kastrationspflicht für Freigängerkatzen

GRÜNE Fraktion stellt entsprechenden Antrag zur kommenden Kreistagssitzung

22 Städte und Gemeinden in Hessen haben sie bereits: eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen ohne Besitzer. „Es wird Zeit, dass auch die Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis sich mit dieser Thematik befassen“, betont der Vorsitzende der Kreistagsfraktion der GRÜNEN, Reiner Bousonville: „Wir haben deswegen einen entsprechenden Antrag für die kommende Kreistagssitzung am 9. Februar gestellt.“

In einem Interview mit der Gelnhäuser Neuen Zeitung brachte Manuela Matschek vom Tier- und Naturschutzbund Unterer Vogelsberg das Thema nun auch in den Main-Kinzig-Kreis. Denn: „Katzen gehören zu den vermehrungsfreudigsten Tieren. Schiebt man der unkontrollierten Vermehrung keinen Riegel vor, verliert man den Nachwuchs sehr schnell aus den Augen. Die Kleinen werden geboren, ohne dass jemand das mitbekommt und sie sind von dem Tag an den Launen der Natur ausgesetzt. Letztlich können sie gesundheitlich wiederum auch zur Gefahr für ‚unsere‘ Freigänger werden.“ Sie berichtet von 14 Tieren, die seit der Gründung des Vereins kastriert wurden. Diese hätten bis zum jetzigen Zeitpunkt rund 126 Nachkommen gezeugt.

„Es zeigt sich, dass dieses bundesweite Thema eine ebenso große Relevanz für den Main-Kinzig-Kreis hat“, so Bousonville. Denn der Nachwuchs werde oft in Tierheimen abgegeben, welche mit der Vermittlung der Tiere nicht hinterher kämen: „Nicht kastrierte Katzen werden im späteren Alter oft ausgesetzt und sich selbst überlassen.“ Aus diesem Grund empfehle auch PETA Deutschland eine entsprechende Kastrationspflicht für Freigängerkatzen ohne Besitzer.

Dieses müsse aber von den Bürgermeistern selbst durchgesetzt werden: „Es handelt sich hierbei um ein Ordnungsverfahren, welches nach §13 nur von den Städten und Gemeinden bestimmt werden kann. Deswegen muss nach unserer Auffassung der Kreisausschuss dieses Thema gemeinsam mit dem Veterinäramt bei einer Bürgermeisterdienstversammlung erörtern und um einen entsprechenden Beschluss bitten.“ Der Main-Kinzig-Kreis könnte sich hier als Vorreiter in der bundesweiten Diskussion zeigen, ist Bousonville überzeugt: „Für die Mitarbeiter der Natur- und Tierschutzverein sowie der Tierheime wäre dies eine spürbare Entlastung.“

 

Mit freundlichem Gruß

Jakob Mähler
Geschäftsführer
Kreistagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Main-Kinzig
Calvinstraße 10, 63450 Hanau, Telefon: 06181/61596
E-Mail: fraktion@gruene-mkk.de, Website: www.gruene-mkk.de

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