29.02.2016

GRÜNE freuen sich über Ausbau der Windenergie in Hessen - Bousonville fordert CDU und FDP zu mehr Ehrlichkeit bei Energiewende auf

 

Reiner Bousonville, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Main-Kinzig-Kreis, freut sich über die Nachricht aus Wiesbaden, dass sich Hessen im Ländervergleich beim Ausbau der Windkraft um zwei Plätze von Platz 9 auf Platz 7 nach oben gearbeitet und zum zweiten Mal in Folge die 200 Megawatt-Marke überschritten habe. Das Bekenntnis der Landesregierung aus CDU und Grünen für einen ambitionierten Ausbau der Windkraft hört der Grüne aus dem Main-Kinzig-Kreis gerne. Doch nicht alle hessischen Parteien hält der Grüne für glaubwürdig bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort.

 

Bousonville sieht den Brutto-Zubau von 211,7 Megawatt im Jahr 2014 und den Neubau von Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 207,7 Megawatt im vergangenen Jahr als eine positive Entwicklung für Hessen. Trotz dieser guten Entwicklung beim Windkraft-Ausbau im Land sieht der Kreis-Grüne allerdings weiterhin Widersprüche in der CDU bei der Bejahung der Energiewende auf den verschiedenen Politikebenen.

 

„Auf Landesebene wirbt die CDU für die Energiewende, vor Ort aber mobilisiert sie häufig gegen Windräder“, so Bousonville. Auch in den Kommunen des Main-Kinzig-Kreises wettere die örtliche CDU oftmals gegen Windkraft, z.B. in Linsengericht, Gründau und Sinntal. Dieser Widerspruch beim Ausbau der Windenergie werde besonders in der Person des CDU-Landtagsabgeordneten Michael Reul offenbar, der gleichzeitig als Fraktionsvorsitzender der CDU Main-Kinzig-Kreis fungiere, stellt der Grünen-Vorsitzende fest.

 

„Auf Landesebene trägt Michael Reul die Ziele der Energiewende mit, auf Ebene des Main-Kinzig-Kreises lässt er allerdings kaum eine Gelegenheit aus, gegen die Windkraft ins Feld zu ziehen“, ärgert sich Bousonville. Ein solch widersprüchliches Verhalten  mache die CDU insgesamt unglaubwürdig bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort, bedauert der Grüne.

 

Auch die FDP hält Bousonville für unehrlich im Umgang mit der Windenergie. Ursprünglich habe auch die FDP in Hessen, als Florian Rentsch noch Wirtschaftsminister war, die Energiewende mitbeschlossen, erklärt Bousonville. Inzwischen aber habe die FDP bei der Windenergie eine Drehung um 180 Grad hingelegt. So spreche Rentsch heute von der Windkraft als "volkswirtschaftlichem Desaster". Auch auf dem Podium einer Veranstaltung in Bad Orb, zu der die Windenergie-Gegner der Organisation „Gegenwind“ eingeladen hatte, sei diese neue, ablehnende Positionierung der FDP durch den Vorsitzenden der Kreis-FDP Kolja Saß deutlich geworden.

 

Bousonville hält diesen Umgang mit der Windkraft in der CDU und FDP für unredlich. Die Windenergie sei ein unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende. CDU und FDP schadeten damit der Umsetzung der Energiewende; ihre Akzeptanz vor Ort sei aber essenziell, um eine Abkehr von der hochriskanten Atomkraft und den fossilen Energieträgern zu bewältigen.

 

 

Mit freundlichem Gruß

 

Christina Schmidt

Geschäftsführerin

Kreistagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Main-Kinzig

Schützenstraße 33, 63450 Hanau, Telefon: 06181/61596

 



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